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Real Time Elastographie zur verbesserten Früherkennung des Prostatakarzinoms

 

Der Prostatakrebs ist einer der häufigsten bösartigsten Tumore des Mannes in Deutschland.

In Deutschland wurden im Jahr 2007 über 40.000 Neuerkrankungen registriert. Der Tumor ist nur in frühen Stadien heilbar. Die Frühererkennung des Prostatatkariznoms ist somit von großer Bedeutung. Hierbei muß berücksichtigt werden, dass der Tumor in Frühstadien keinerlei Beschwerden macht.

Die urologische Fachvorsorge besteht aus der Tastuntersuchung über den Darm, die Bestimmung des PSA Wertes und die rektale Ultraschalluntersuchung mit einer speziellen Ultraschallsonde über den Enddarm.

Bei Auffälligkeiten erfolgt meist eine ultraschallgesteuerte Prostatastanzbiopsie. Da ein Karzinom im gewöhnlichen Ultraschall nicht sicher darstellbar ist, erfolgt die Biopsie nach einem  bestimmten Schema ( z.Bsp. 8 fach 10 fach Biopsien).

Große Studien konnten jedoch zeigen, dass bei der sogenannten randomisierten Biopsien bis zu 35 % der Prostatakarzinome übersehen werden.


Prinzip der Real Time Elastographie:

Ein Verfahren zur verbesserten Erkennung des Prostatakarzinoms ist die Elastographie.

Die Elastographie erlaubt die farbcodierte Bildgebung suspekter Prostataareale.

Unter Einsatz einer Endorectalspule werden die einzelnen Prostatalappen schichtweise dargestellt. Die Sonde mißt Elastizitäts-und

Gewebsdichteunterschiede im Prostatagewebe.

Mittels einer computerunterstützten speziellen Software werden die Elastizitätsunterschiede auf einem Monitor als Schnittbild farbcodiert

dargestellt. Das Verfahren erlaubt die mehrdimensionale Darstellung und Ortung suspekter Prostataareale, die bei Bedarf gleichzeitig biopsiert werden können (Real-Time-Elastographie).

Studien konnten zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit, einen Tumor elastographiegesteuert zu treffen, gegenüber der randomisierten Biopsie ca. drei mal höher ist.

Weitere Studien konnten belegen, dass Prostatakarzinome in 72 - 93% der Fälle mittels Elastographie erkannt werden.


Untersuchung:

Bei der Untersuchung liegt der Patient in Seitenlage oder Rückenlage. Die erhobenen Befunde werden in Form von Bildern und Filmsequenzen gespeichert und dem Patient unmittelbar nach der Untersuchung am Monitor demonstriert. Über die Empfehlung einer Biopsie kann im Anschluss diskutiert werde. Die Untersuchung dauert ca. 10 Minuten und ist in der Regel schmerzlos.